Guten Morgen… So, ich hoffe, mein 9 Zeller hat sich erfolgreich weiter geteilt und erreicht heute das Blastozysten-Stadium… Bin innerlich ruhig, aber auch aufgeregt und nervös… Dieses Warten macht mich kirre. Ich versuche mich abzulenken und so zu leben, als wäre nichts… Ich achte selbstverständlich mehr auf meine Nahrung und dass ich meine Folsäure nicht vergesse. Gestern ging es mir sogar so gut, dass ich Rasen gemäht habe. Ja, das musste jetzt im November nochmal sein. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich das in den letzten Jahren im November auch gemacht habe, aber das gute Wetter der letzten Tage trug einen Teil dafür bei. Heute werde ich noch leckere gesunde Quarkbrötchen IT Chiasamen und Flohsamenschalen backen.. Wenn ihr mögt, poste ich das Rezept. Schreibt mir gerne
7.11.2019 – 9-Zeller – Krümel bleib bei uns
Kurz vor 11 war ich also im Kinderwunschzentrum. Ich nahm kurz im Wartezimmer Platz. Bevor es dann in die Kabine zum ausziehen ging, durfte ich noch die Rechnung fürs Embryoscope begleichen. Da ja die Eizellen nur 3 Tage im Inkubator aufbewahrt wurden, wurde es etwas günstiger und ich zahlte ca. 365€.
Im Handtuch eingehüllt und endlich auf dem Stuhl kam eine Mitarbeiterin vom Labor herein. Sie glich meine persönlichen Daten ab und erklärte mir nochmal, dass eine Eizelle in der Entwicklung gestoppt hat. Die andere ist dafür sehr gut – ein 9-Zeller. Das wäre wirklich gut. Ich soll positiv denken. Alle Schwestern und die Ärztin wünschten mir viel Glück… Ich war ziemlich gerührt. Der Eingriff ging schnell. Die Ärztin und ich unterhielten uns über unsere Urlaube. Sie war wie ich zuletzt in Süditalien…
In 2 Wochen hab ich Termin zum Bluttest. Wie ich mich jetzt fühle? Irgendwie komisch, teilweise leer, aber auch voller Hoffnung, wobei mir auch bewusst ist, dass der Versuch misslingen kann…
7.11.2019 – Anruf 9 Uhr
Uhhh, ich war ganz schön aufgeregt vor dem Anruf. Nach 4 Versuchen hatte ich die Dame vom Labor endlich dran. Sie meinte, dass sich eine von den 2 Eizellen nicht gut entwickelt hat, aber die andere dafür umso besser. Ich soll positiv denken und heute gegen 11 Uhr zum Transfer kommen. Es wäre besser, denn in meinem Körper hat sie die besten Entwicklungsmöglichkeiten… Nun bin ich schon etwas hin und hergerissen, aufgeregt und voller Vorfreude…
6.11.2019 – Warten….
So, es ist Mittwoch kurz vor 12 Uhr. Ich starre ständig auf mein Handy, weil ich Angst habe, einen Anruf vom Kinderwunschzentrum zu verpassen. Andererseits wünsche ich mir natürlich keinen Anruf, denn wenn sie heute anrufen würden, rechne ich damit, dass die beiden befruchteten Eizellen vielleicht abgestorben sind und es nicht weiter überlebt haben. Ich bin ziemlich nervös und aufgeregt. Aber mit jeder Minute, die verstreicht, steigt meine Hoffnung, dass ich morgen ein positives Ergebnis erhalte. Als ich gestern Abend mit meinem Mann darüber sprach, meinte er, dass wir doch auch beide Eizellen einpflanzen lassen könnten, sofern es beide bis morgen oder Samstag schaffen. Ich schaute ihn nur ungläubig an und fragte: „Meinst du das wirklich?“ Ich bin noch sehr unsicher. EIN gut entwickelter Embryo würde mir schon reichen. Aber heute bleibt mir nichts anderes übrig, als mich abzulenken und abzuwarten. Ich werde noch ein wenig Hausarbeit machen und mich dann meinem längst überfälligen Fotobuch widmen.
5.11.2019 – nur 2 haben es geschafft…
Ich habe soeben im Kinderwunschzentrum angerufen. Leider war das Ergebnis aus dem Labor etwas ernüchternd. Nur zwei der neun entnommenen Eizellen konnten erfolgreich befruchtet werden. Der Rest war wohl noch zu unreif. Nun heißt es abwarten und den beiden die Daumen drücken, dass diese sich weiterhin positiv entwickeln. Dazu muss ich nun am Donnerstag um 9 Uhr erneut anrufen und fragen, wie der Stand der Dinge ist. Gegebenenfalls erfolgt die Rückübertragung schon am Donnerstag oder Freitag. Es reicht ja, wenn es nur eine Gute schafft und sich entwickelt, die dann eingesetzt werden kann. In meinem Körper kann sich das kleine Ei dann besser weiterentwickeln. Also drückt mir die Daumen, dass alles gut wird und wir diesen Versuch zumindest mit dem Wiedereinsetzen beenden können. Schlimmstenfalls muss eine erneute Hormonbehandlung erfolgen, welche dann erst in 2020 starten kann. Die Progestan-Tabletten habe ich mir heute schon eingeführt. Und es war gar nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Ich darf es jetzt nur nicht vergessen. Nächstes Update dann am Donnerstag. Wie habt ihr die Zeit nach der Punktion überstanden? Freue mich auf eure Kommentare.
4.11.2019 – Punktion
Kurz nach 8 Uhr war ich mit meinem Mann in der Praxis. Dort wurden mir erst einmal 2 Rezepte in die Hand gedrückt, die ich in der im gleichen Haus ansässigen Apotheke einlösen sollte. Und war gleich mal knapp 50 Euro los. 💶
In der Praxis wurden Unterschriften getätigt und nochmal Geld bezahlt. Für Narkose und die Punktion, abzüglich der Kassenleistung, war ich nochmal ca. 750 Euro los.. Das wird ein teures Kind 😊
Kurz danach durfte ich mein Bett beziehen. Mein Mann wurde vorher mit einem Kuss und „Viel Glück“ verabschiedet…
So, nun bin ich nach Narkose schon wieder aufgewacht und mir geht’s sehr gut. Ich vertrage diese kurzen künstlichen Schlafphasen wunderbar und bin immer wieder fasziniert, wie das so funktioniert. Letztes Jahr zur Gebärmutterspiegelung verlief es ja ähnlich. Als ich wieder im Bett war kam kurze Zeit darauf die Ärztin zu mir und meinte, dass 9 Eizellen entnommen werden konnten. Jippieh😃 ich bin so glücklich… Bei der Spermienabgabe meines Mannes hat auch alles geklappt. Soeben bekam ich noch die Info, dass im Labor alles i. O. ist.
Nun heißt es wieder warten. Zumindest bis morgen. 10 Uhr darf ich im Labor anrufen und fragen, wie viele Eizellen befruchtet werden konnten. Wir wollen uns nur eine einsetzen lassen und der Rest wird eingefroren. Einfrieren… Klingt schon komisch, aber wenn es hilft…
Drückt mir die Daumen. Ich freue mich über Kommentare, ob es bei euch im 1. Anlauf funktioniert hat…
