4 Tage sind nun vergangen, nachdem ich mein *negativ * bekommen habe. In der Zwischenzeit habe ich mich immer gefragt, wie soll es nun weitergehen…
Gestern Abend saß ich mit meinem Mann zusammen und wir tranken Whiskey. Oh man tat das gut. So ein Schluck Alkohol tut mir echt gut. Wir stießen auf uns an. Unser Leben, was sowohl beruflich als auch privat richtig gut läuft; Unser Kind, was uns überwiegend glücklich macht, auch wenn es mal Tage gibt, wo nichts gut läuft. Aber dennoch haben wir keine Sorgen. Nur dass wir eben gern noch ein zweites Kind hätten. Aber ist das nun wirklich korrekt? Wollen wir das? Oder wollen wir das nur wegen der Gesellschaft? Weil alle anderen Paare um uns herum min 2 Kinder haben? Will ich nicht lieber Freiheit? Zeit für mich? Machen, was ich will? Unser Sohn ist nun 10. Der geht schon so ziemlich selbständig durchs Leben. Die Kuscheleinheiten genießen wir dennoch immer ganz doll. Wohlweißlich, dass es in ein paar Jahren vorbei sein wird… Ich mag es, wenn er sich an mich kuschelt, vor dem Schlafen auf dem Rücken gekummelt werden möchte… Diese Nähe zu so einem wunderbaren Wesen ist einfach einzigartig. Und dennoch wünsche ich es mir erneut. Zumindest manchmal.
Heute habe ich dann einen Artikel über Einzelkinder gefunden und gelesen. Die vielen Vorurteile von früher wurden beseitigt. Auch Einzelkinder können viele positive Seiten haben. Der Trend geht eher zu einem Kind – sozusagen eine 3er Familie. Mutter, Vater, Kind. Klassisch. Punkt. Gefällt mir. Aber kann ich dazu stehen? Schon? Wird es nicht von mir erwartet 2 Kinder zur Welt zu bringen? Aber lebe ich für die Gesellschaft? Wozu Gedanken machen, die mich eigentlich nicht wirklich tangieren? Jeder kann so leben, wie er mag. In seinem selbst gewählten Familienbild. Ich glaube, ich mache mir zu viele Gedanken, was andere über mich denken könnten. Und verstecke mich dahinter. Das ist doch dumm…
Dann lieber doch nur eins. Die Angst, dass ich vielleicht ein krankes oder behindertes Kind bekommen würde, ist da. Ich weiß nicht warum, aber sie ist da. Was hätte ich dann noch für ein Leben? Ich müsste auf vieles verzichten… Mich neu ordnen? Würde ich das wollen?
Ja ich hab manchmal Angst vor der Zukunft. Ich plane gern, stelle mich aber auf Änderungen schnell gut ein. Resilienz. Ja, das ist eine gute Eigenschaft. Dinge hinzunehmen, wie sie sind. Im Job kann ich das sehr gut. Nur in meinen Kinderwunsch passt das nicht rein. Noch nicht. Ich kann einfach nicht akzeptieren, dass mein Körper kein Leben mehr produzieren kann. Sekundäre Sterilität.. Warum? Warum ich? Ist es Schicksal?
Vielleicht ist es gut so. Mein Mann und ich sind noch zu keiner Lösung bzw. Entscheidung gekommen…
Sorry, das musste heute mal raus
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